Bis 28. April 2018 in der Basilika

 
REIGEN
Bühnenstück von
Arthur Schnitzler

 

Weitere Vorstellungen jeweils
Mi / Do / Fr / Sa • 20.30 Uhr

 

Regie Andreas von Studnitz

 

Mit Nina Carolin Eichmann, Milena Weber,
Patrick Hellenbrand, Elmar F. Kühling

 

 

Das erotische Skandalstück schlechthin: Was passiert, wenn die Gattin mit einem Arm den Liebhaber und mit dem anderen den Ehemann umschlungen hält? Wenn dieser von den tödlichen Folgen des Ehebruchs schwadroniert und später selbst ein blutjunges Mädel verführt? Und wenn er dieses dann zu absoluter Treue auffordert und es ihm trotzdem schon bald mit einem selbstverliebten Dichter Hörner aufsetzt? Gar nichts! Denn das Leben ist kurz und der nächste Sexualpartner nicht weit. Und so treiben es die tragischen Helden in Arthur Schnitzlers Reigen als gäbe es kein Morgen.
Doch das Stück ist viel mehr als ein Klassiker des Wiener Fin de Siècle: Arthur Schnitzler schuf mit psychologischem Tiefenblick und entlarvenden Dialogen die Archetypen des modernen, triebgesteuerten Menschen. Ein Blick in die Tageszeitung oder in die eigene Verwandtschaft genügt, um festzustellen, daß die Mechanismen von Betrug und Selbstbetrug, von öffentlichem Schein und menschlichem Sein noch die gleichen sind wie vor 100 Jahren.

Das „Bühnenstück“ entstand um 1900, die Uraufführung fand 1920 statt und löste einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts aus. Daraufhin verhängte Schnitzler selbst ein Aufführungsverbot, das in Deutschland und Österreich bis 1982 in Kraft war.

 

 

ANDREAS VON STUDNITZ. 1954 geboren in Bonn. 1976-79 Schauspielstudium an der Otto-Falckenberg-Schule in München. 1979-86 als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen deutschsprachigen (Stadt-)Theatern. 1982 Inszenierung MENSCH MEIER von Franz Xaver Kroetz am Theater „Die Färbe“ Singen. 1986-89 Regieassistent am Schauspielhaus Bochum, u.a. bei Frank-Patrick Steckel und Andrea Breth, Yoshi Oida, Fritz Marquard. 1989-91 freier Regisseur, Schauspielhaus Bochum, Kampnagel Hamburg, Schauspiel Dortmund, LTT Tübingen, Theater Heilbronn, Bremer Theater. 1991-1997 Oberspielleiter des Schauspiels am Lübecker Theater. In dieser Zeit Regiearbeiten am Theater Basel, Schauspielhaus Graz, Nationaltheater Mannheim, Maxim Gorki Theater Berlin. Schauspielgastprofessur an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ab 1998 freier Regisseur u.a. am Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Bonn, an den Bühnen Köln, am Staatstheater Nürnberg, Staatstheater Wiesbaden, Saarländischen Staatstheater, Bremer Theater, Staatstheater Oldenburg, Badischen Staatstheater Karlsruhe, Volkstheater Wien. Zweimal vornominiert für Berliner Theatertreffen (WOYZECK, Theater Basel 1996 sowie WILHELM TELL, Staatstheater Saarbrücken 2002). Seit 2006 Intendant des Theaters Ulm, Gastregisseur am Staatstheater Nürnberg, Theater Pforzheim, Mainfrankentheater Würzburg, Wallgrabentheater Freiburg, Landestheater Linz.

 

Einlaß und Abendkasse Basilika
jeweils ab 19.30 Uhr
Ausschank in der Basilika mit kleinen Speisen
vor der Vorstellung ab 19.30 Uhr, in der Pause
sowie nach der Vorstellung

 

„In dieser Gesellschaft, in der es jede mit jedem und jeder mit jeder zu treiben scheint, aber irgend-wie jeder jedem den Eindruck erwecken will, als sei es doch so etwas wie vielleicht Liebe, wird der Zuschauer zum Zeugen bodenloser Lebenslügen, zum Voyer der Einsamkeit der Akteure, die ihre Liebschaften schnell wieder verachten, weil sie die Vergeblichkeit ihres Tuns, das dem Hunger ihrer Triebhaftigkeit geschuldet ist, in ihrem Gegenüber erkennen … Die Bühne ist ein Karussell … und manchmal wie im Sexkino reduziert auf das animalische … Was damals verboten wurde, ist heute noch genauso. Das holt das Stück in unsere Zeit herüber. WOCHENBLATT SINGEN

 „Mit großem Einfallsreichtum und Verve hat dieses Stück Andreas von Studnitz originell bearbeitet, gekürzt und in Szene gesetzt … Und die vier wandlungsfähigen Mimen steigern sich in den 10 Szenen zu außergewöhnlichen spielerischen Höchstleistungen … Anläßlich der Premiere in der vergangenen Woche zeigte sich das Publikum über diese inszenatorische und spielerische Sternstunde vollends begeistert.“ SCHAFFHAUSER NACHRICHTEN

„Die Paare befleißigen sich der körperlichen Liebe eher als sich glückstaumelnd hinzugeben. Der sozialkritische Blick, auch eine sarkastische Sicht auf die Dinge des Lebens, steht dabei im Vordergrund.“ SÜDKURIER

 

Monica-Bleibtreu-Publikumspreis 2017 der Privattheatertage Hamburg
Anerkennungspreis 2017 des Kulturförderkreises Singen-Hegau e.V.

 

 




Theaterkarten

 

Telefonische Reservierung
Montag – Freitag
10 – 14 Uhr

0049 (0)7731 64 64 6
0049 (0)7731 62 66 3

Freie Platzwahl,
Abendkasse ab 19.30 Ur,
vorbestellte Karten
müssen bis spätestens
20 Uhr abgeholt werden,
nach Beginn kein Einlaß.


Eintrittspreise:
Regulär 22,-- Euro
Ermäßigt 17,-- Euro
Sonderrabatte für
Schülergruppen

 

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